Antworten auf die Frage „Warum A 39?“

Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum für unseren Wirtschaftsraum

Gegenwärtig erstreckt sich im Gebiet zwischen Hamburg, Hannover und Berlin der größte autobahnfreie Raum in ganz Deutschland. Die Anbindung einer Region an das Bundesautobahnnetz ist allerdings eine der wichtigsten Voraussetzungen für deren Wettbewerbsfähigkeit, um für die Ansiedlung von Handel und Gewerbe als Dienstleistungs- und Produktionsstandort interessant zu werden und zu bleiben. Für den nordost-niedersächsischen Wirtschaftsraum ist das Projekt A 39 deshalb von größter Bedeutung.

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Hinzu kommt, dass das gegenwärtige Straßennetz schon jetzt an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist und der Verkehr in Zukunft gerade auf der Straße weiter zunehmen wird. Dies betrifft nicht nur die A 7 von Hamburg nach Hannover sondern auch die B 4 zwischen Lüneburg und Braunschweig, die geprägt ist von Autoschlangen hinter LKW, riskanten Überholmanövern, schweren Verkehrsunfällen und überlasteten Ortsdurchfahrten.

Verkehrssicherheit, Wirtschaftsbelebung & Ortsumgehung

Die Liste der Argumente für die A 39 ist lang, aber nicht jedem bekannt! Überzeugen Sie sich anhand der folgenden Punkte selbst davon, dass die Region die A 39 braucht:

  • Unfallschwerpunkt Die A 39 hat eine integrative Funktion für das gesamte norddeutsche Straßennetz. Sie entlastet u. a. die hoch frequentierte und staugefährdete Nord-Südverbindung A 7 sowie die längst überlastete und unfallträchtige B 4 von Lüneburg über Uelzen nach Braunschweig. Autobahnen sind die sichersten Straßen überhaupt, bezogen auf die tatsächlich zurückgelegten Fahrzeugkilometer, ist die Rate der bei Unfällen getöteten Menschen seit 1970 um annähernd 90 Prozent gesunken.
  • Die trennende Wirkung der B 4 nimmt negativen Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung der anliegenden Orte. Durch die Entlastung der B 4 ist es möglich städtebauliche Handlungspotentiale, wie zum Beispiel sich daraus ergebende Stadt- und Verkehrsentwicklungskonzepte, zu aktivieren.
  • Unfallschwerpunkt Mit der A 39 erhält die regionale Wirtschaft endlich eine wettbewerbsfähige Anbindung an das Bundesfernstraßennetz. Bestehende Unternehmen profitieren von besserer Standortqualität. Wie das Beispiel der A 39 Maschen - Lüneburg (ehem. A 250) zeigt, sind neue Gewerbeansiedlungen aufgrund der verbesserten Verkehrslage in bzw. zwischen den Ballungszentren zu erwarten.
  • Mit Blick auf die Verkehrsentwicklung und das zukünftig zu erwartende Wachstum des Hamburger Hafens lässt sich ein Verkehrsinfarkt ohne die A 39 nicht verhindern. Nur durch die neue Autobahn erhält Deutschlands größter und bedeutendster Überseehafen eine adäquate Anbindung an sein historisch gewachsenes Hinterland.
  • Die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg stellt in Verbindung mit der geplanten A 14 von Magdeburg nach Schwerin und der Querspange im Raum Salzwedel den Lückenschluss auf der europäischen Magistrale von Süd-Osteuropa nach Skandinavien her.
  • Unfallschwerpunkt Die A 39 wird auch positive Impulse für die Tourismusbranche in der Heide und der Flusslandschaft Elbe bringen. Eine geringe Anreisezeit aus den Zentren in die touristisch attraktiven Räume der Region geht gerade bei der Planung von Kurzurlauben als mit entscheidende Größe ein.
  • Das Bundesverkehrsministerium hat Mitte November 2008 das Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) der A 39 unter Berücksichtigung der Verkehrsnachfrage des Jahres 2025 und des Kostenstandes des Jahres 2008 aktuell ermittelt. Danach erreicht die A 39 einen Wert von 2,8. Bei Baukosten von geschätzten 650 Mio. Euro ergibt sich also ein Nutzen in Höhe von über 1,8 Mrd. Euro!